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Silvester

Aktualisiert: 28. Dez. 2025

Silvester mit Hund möglichst entspannt überstehen


Silvester mit Hund ist immer eine kritische Angelegenheit. Das liegt daran, dass Hunde deutlich besser als wir Menschen hören können. Und die Geräusche von Böllern und Raketen an Silvester können in vielen Hunden Ängste auslösen.


Geräuschangst kann in jedem Alter noch entwickelt werden und ist teilweise sehr schwer zu therapieren, wodurch Hunde ein Leben lang unter lauten Geräuschen leiden können.

Um das zu verhindern, ist es ratsam den Hund am besten schon als Welpen kleinschrittig an ungewohnte Geräusche zu gewöhnen und diese positiv zu verknüpfen.


Auch im Erwachsenenalter kann man den Hund so noch auf Silvester vorbereiten und beispielsweise immer kurz bevor und während der Hund Futter bekommt, Silvestergeräusche von einer Bluetooth-Box abspielen. Wenn man damit schon einige Wochen oder Monate vor Silvester beginnt, kann man in kleinen Schritten die Lautstärke und Intensität der Geräusche steigern.


Sobald der Hund Anzeichen von Stress zeigt, zum Beispiel in dem er aufhört zu fressen, sollte man einige Schritte in der Intensität zurück gehen.

Der Gedanke "viel hilft viel" ist im Training leider selten wirklich hilfreich.

Eine zu starke Konfrontation mit lauten Geräuschen kann nämlich genau den gegenteiligen Effekt erzeugen und den Hund für solche Geräusche nur noch sensibilisieren.


Wenn man diesen Text jetzt aber erst kurz vor Silvester liest und eine langsame Gewöhnung verpasst hat, gibt es immer noch ein paar Tricks, um die Silvester-Nacht für den Hund so angenehm wie möglich zu gestalten.


  1. Früh und lang mit dem Hund raus gehen.

Ich packe die Hunde am 31. gerne ins Auto und fahre in die Berge. An Orte, wo möglichst keine Böller-Geräusche sind, und gehe dort eine riesige Runde spazieren oder wandern. Dadurch sind die Hunde den restlichen Tag müde und müssen am Abend nur nochmal kurz raus, um aufs Klo zu gehen. Außerdem werden sie nicht schon mittags beim Spaziergang von Böllern erschreckt, die manche Kinder früher zünden.


  1. Hund sichern

Am besten schon einige Tage vor Silvester und auch noch einige Tage danach. Hunde können in Panik aus dem Geschirr schlüpfen und wegrennen. Gerade vor Silvester ist das wirklich schrecklich, weil der Hund durch weitere Knallgeräusche in Panik auf Straßen oder Bahngleise rennen könnte. Deshalb den Hund mit einem Sicherheitsgeschirr und doppelter Leine sichern. Am besten auch mit einem vollgeladenen GPS-Tracker versehen.


  1. Rollos runter

Um den Hund nicht auch durch die Lichtreize zu stressen, am besten die Rollos an den Fenstern runter machen.


  1. Geräuschpegel reduzieren

Es empfiehlt sich auch den Hund an einen Ort in der Wohnung zu bringen, an dem es so leise wie möglich ist. Oft ist das ein Raum in der Mitte der Wohnung (also ohne Fenster). Manchen Hunden hilft es auch wenn der Fernseher läuft oder andere entspannende Geräusche abgespielt werden (relaxodog, konditionierte Entspannung, braunes Rauschen).


  1. Beschäftigung vorbereiten

Kurz vor Mitternacht gebe ich den Hunden eine bunte Auswahl an Beschäftigungsmöglichkeiten. Ideen dafür sind:

  • Schnüffelteppich

  • Kaustangen

  • Kongs

  • Leckerli-Ball

  • Schleckmatten

  • Kartons mit Leckerlis gefüllt

  • im Raum versteckte Leckerlis


Im besten Fall können die Hunde so Silvester gut überstehen oder zumindest etwas weniger Stress erfahren. Ich finde es wichtig dann gerade zu Mitternacht bei den Hunden zu bleiben und für sie da zu sein. Manche Hunde finden durch Körperkontakt Sicherheit und Ruhe. Anderen hilft es, wenn man einfach nur da ist.


Für Hunde mit extremem Stress empfiehlt es sich außerdem mit einem Verhaltenstierarzt oder einer Verhaltenstierärztin zu sprechen und dem Hund eventuell mit Medikamenten zu helfen.


Ich hoffe ich konnte euch so noch ein paar Tipps zu Silvester geben und wünsche euch einen ruhigen Start ins neue Jahr!


Weitere nützliche Ressourcen:


 
 
 

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